150 Jahre Kilianskirche

Entstehungsgeschichte

(RvR) Die erste urkundliche Erwähnung von Ort und Kirchengemeinde stammt aus dem Jahre 1231, die Anfänge reichen allerdings zurück bis in karolingische Zeit. Die Gemeinde gehört zu den ältesten christlichen Gemeinschaften im hiesigen Raum. Sie war eine der Urpfarreien, d.h. eine Kirche, die als Missionszelle zur Christianisierung des alten Sachsenlandes gegründet wurde. Als Hinweis für diese Annahme wird das Kilianspatrozinium gewertet. Kilian war ein irischer Wanderbischof, der in Würzburg wirkte und dort 688 als Märtyrer starb. Sein Kult verbreitete sich von Würzburg aus im Einflussbereich der Würzburger Bischofskirche. Auch im Bereich des späteren Bistums Paderborn hatten die Würzburger Bischöfe ab 799 die Missionsarbeit übernommen, ihr Einfluss endete 836 mit der Translation der Liboriusreliquien nach Paderborn. In dieser Zeit des Würzburger Einflusses muss also die Kirche gegründet sein, was inzwischen auch durch Grabungsbefunde belegt ist. Wenn es auch nur ein sogenanntes Laufniveau ist aus dem 10. Jh., so beweist es doch einen Kirchenbau zwischen 900 und 1000 n. Chr. Um die Mitte des 14. Jh. umfasste das Kirchspiel Schötmar noch etwa 25 Orte und Bauerschaften. Obwohl sich viele Filialkirchen, die ursprünglich zum Bereich der Kilianskirche gehörten, im Laufe der Jh. selbständig gemacht haben, ist der Gemeinde ein großer Bereich verblieben mit drei Pfarrbezirken und ca. 6.000 Mitgliedern.

Mittlerweile (2009) ist die Anzahl der Pfarrstellen auf drei 75% Stellen in Schötmar reduziert mit drei Nebenaufträgen in Nachbargemeinden. Die Gemeindegliederzahl ist vor allem aus demographischen Gründen auf ca 5200 Gemeindeglieder geschrumpft.

Der Kirchenbau

Die heutige Kirche wurde 1850-54 errichtet, Baumeister war der Salzufler Salinendirektor und Baukonstrukteur Friedrich Heinrich Ludwig Goedecke (1810-62). Es handelt sich um eine dreischiffige neugotische Hallenkirche von 5 Jochen mit 5/8 Chorabschluss, einem Satteldach über jedem Schiff und kräftigen Unterzügen im Inneren. Im Westturm ist ein 8 eckiges Obergeschoss eingezogen. 1972 wurde die neue Eule-Orgel eingeweiht. Nach zahlreichen entstellenden Veränderungen wurden im Rahmen von Restaurierungsarbeiten 1981/82 und 2004 sowohl farblich als auch räumlich die Urzustände größtenteils wieder hergestellt. Somit stellt die Kirche wieder ein weitgehend werkgetreues Ganzes dar und ist ein schützenswertes Beispiel des Kirchenbaus im 19. Jh. Die Kirche hatte drei Vorgängerbauten, wie Grabungen belegen. Erhalten ist lediglich eine Glocke von 1437, die heute noch zum Gottesdienst ruft.
- Von der ersten Kirche gibt es außer einem Laufniveau keinerlei Reste.
- Aufgrund der Mauertechnik der gefundenen Mauerreste weiß man, dass vor dem Jahr 1000 an dieser Stelle ein Saalbau gestanden hat von 10 m Breite.
- Nach 1150 wurde auf den Fundamenten des Saalbaus eine dreischiffige Basilika gebaut. Die Datierung ergibt sich aus der Art der Einwölbung der Decke. Diese gotische Kreuzkirche bestand bis 1847, als sie wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Aus dem Material wurde eine Notkirche gebaut, die bis zum Neubau der Kirche genutzt wurde.

Der Kirchplatz

Um die Kirche lag seit frühester Zeit ein Totenhof, auf dem jede Bauerschaft ihre Ecke hatte, da zu den Grundaufgaben jeder Pfarrkirche immer die Seelsorge, die Taufe und das Begräbnis gehörten. Beseitigt wurde der Friedhof erst 1838. Die historischen Grabsteine auf dem Schötmaraner Kirchplatz tragen die Namen, Hausmarken und Daten der Menschen, die in Schötmar einst gelebt und gewirkt haben. Sie sind ein Denkmal von sozial- und kunstgeschichtlicher, volkskundlicher und städtebaulicher Bedeutung.
Die historische Bedeutung des Kirchplatzes wird zusätzlich dadurch betont, dass hier einst auf dem Friedhof unter einer alten Linde durch den gräflichen Freistuhl Gericht gehalten wurde.
(Text: Renate von Reuter für den Tag des Denkmals am 12. Sept. 2004)

Kilianskirche gehört zur Familie der "Offenen Kirchen"

(MS) "Offene Kirche, das ist mehr als ein mechanischer Schließvorgang," stellt die deutsche Bischofskonferenz fest und fomuliert weiter: "Kirchen sind Orte, an denen die Sehnsüchte und Ängste der Menschen aufgehoben sind." In der evangelischen Kirche ist das nicht anders. Auch in Schötmar hat sich der Kirchenvorstand der ref. Kilianskirche im Herbst 2003 mit dem Thema befasst und die ständige Öffnung der Kirche beschlossen. Samstagsvormittags und Montags bis Freitags von 10 Uhr bis 17 Uhr ist die Kilianskirche seit März 2004 nun also durch den westlichen Haupteingang zugänglich. Außen am nördlichen Seiteneingang prangt das von Kirchenrat Tübler verliehene Logo der "Offenen Kirchen": eine weit geöffnete weiße Tür auf blauem Grund. Ein Banner zeigt den Besuchern schon von der Begastr. neben der Eisdiele: Diese Kirche ist geöffnet.
Mit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten in der Kilianskirche wurde das zentrale Gotteshaus in der Mitte Schötmars so wieder zu einem Ort der Stille und des Lebens. Für jeweils sieben Stunden haben die Besucher und Einwohner Schötmars auch werktags die Möglichkeit in die Kilianskirche einzukehren. Einkehr heißt es bewusst, denn der Besucher kehrt nicht nur in die Kirche ein, sondern kann in der Kirche spüren, wie Gott bei ihm einkehren will. "Spiritualität" ist das lateinische Fremdwort für die Erlebnisse, die sich im Zusammenhang mit einem Kirchenbesuch einstellen können. Nicht nur in den Gottesdiensten und während der geistlichen Konzerte lassen sich solche Erfahrungen machen. Im Raum an sich, seiner Gestaltung und Ausschmückung, durch die Gegenwart betender Menschen, im Hören auf das verlesene Bibelwort, beim Lesen ausgelegter Gebete - in vielfältiger Gestalt ist das Wirken von Gottes Geist auch außerhalb traditioneller Gottesdienste erfahrbar.

150 Jahre "neugotische" Kilianskirche

(MS) Vom 4. Juli bis 11. Juli 2004 feierte die jetzige reformierte Kilianskirche Schötmar das 150. Jubiläum. Nach Abschluß der Innenrenovierung erscheint die Kirche und ihr Umfeld wieder im neuen Umwelt. Warum wird der Baustil der heutigen Kilianskirche "neugotisch" genannt? Die Neugotik ist ein europäischer Baustil, der seine Blüte in der Zeit von 1830 bis 1900 hatte. In den Anfängen des 19. Jahrhunderts verbreitete sich in Europa diese neue Kunstrichtung, die Neugotik. Besondere Kennzeichnung dieser Ausrichtung war die Wiederbelebung der gotischen Formensprache in Kombination mit Elementen der Romantik, die eine Hinwendung zur Natur, zur Religion und zum Mittelalter zum Inhalt hatte. Im Mittelpunkt der Verbreitung der Neugotik stand ein umfassendes Bau- und Einrichtungsprogramm, dass bis in die Literatur und den Lebensstil Einzug hielt. Die Formensprache der Neugotik, ausgehend von Großbritannien, orientierte sich an einem idealisierten Mittelalterbild. Mit der Unterstützung von Friedrich dem Großen erhielt die Neugotik eine nationale Ausrichtung, da man sich in einer Verbundenheit mit dem mittelalterlichen deutschen Kaiserreich sah. Die Neugotik erlebte vor allem mit der Vollendung des Kölner Domes (obwohl ein Meisterwerk der gotischen Architektur) ab 1842 eine Blütezeit. Der Begriff "Neugotik" oder "Neogotik" ist eine Rückbesinnung auf die Stilepoche Gotik im Mittelalter Die Gotik selber entstand um 1140 in der Gegend von Paris und währte nördlich der Alpen bis etwa 1500. Der zuvor vorherrschende Bau- und Kunststil war die Romanik. Der Vorgängerbau der jetzigen Kilianskirche war eine romanische Kirche an gleicher Stelle, die um 1200 gebaut worden war. Als sich Anfang des 16. Jahrhunderts die Renaissance nördlich und westlich der Alpen ausbreitete, verlor der gotische Stil schnell an Einfluss. Ein typisches Beispiel der regionalen Form der "Weserrenaissance" ist das Bürgerhaus des "Veltscherers Holman", in dem seit 2003 die Begegnungsstätte Schötmar eingerichtet ist.

Typisch für die gotische Baukunst sind Spitzbögen, schlanke strukturierte Säulen, aufgebrochene, hohe Wände mit großen Fenstern und die Betonung der Vertikalen. Die große Neuerung der Spitzbogentechnik bestand darin, dass bei einem gedachten Quadrat als Grundriss nicht 4 Rundbögen über die 4 Seiten des Quadrates gestellt wurden, sondern 2 Rundbögen mit gemeinsamem Mittelstein über die beiden Diagonalen. Dadurch war die Stabilität des Gewölbes gesichert, und die statisch nun weniger wichtigen Bögen über den 4 Seiten wurden spitz nach oben gebaut, um die gleiche Höhe, wie die beiden längeren und höheren Rundbögen über den Diagonalen zu erhalten. diese Gewölbetechnik nennt man Kreuzrippengewölbe, die es auch ermöglicht, ein Gewölbejoch über einen rechteckigen Grundriss zu erstellen. Damit wird die Gestaltung freier als in der Romanik.

Eine weitere Neuerung war die Erfindung des selbständigen Tragwerks, das sich durch die Strebepfeiler zeigt. In der Romanik mußte die flächige Wand die Lasten des Gebäudes tragen und hatte daher nur kleine Fenster. In der Gotik wurde die Wand von der tragenden Funktion befreit und konnte beliebig aufgelöst werden, was die riesigen Fenster ermöglichte, die fast die gesamte Wandfläche einnehmen.

Typisch für den Kirchenbau der Gotik ist die Betonung der Vertikale. Die häufigste Form des Grundrisses ist, wie schon in der Romanik, das lateinische Kreuz. Die Fenster sind meist sehr lang und schmal. Ihre Verzierung besteht oft aus Kreisen und Rundstäben. Unter den Fensterbogen findet man auch kleine, kleeblattförmige, eingesetzte Bogenspitzen. Auch Öffnungen in Fischblasenform sind sehr beliebt. Die Vorlagen zu diesen vielen gotischen Ornamenten nahm man aus der Pflanzenwelt. Aber auch Motive und Formen aus der Menschen- und Tierwelt waren beliebt. An den Spitzen von Giebeln und Türmen verwendete man oft eine Kreuzblume als Ornament (Verzierung). Gotische Bauwerke (insbesondere Kirchen) wurden um 1850 gerne nachgebaut.

Auch die neugotische Kilianskirche Schötmar gehört dazu. Später folgten viele aufwendig gestaltete Rathäuser im gotischen Stil, wobei diese wenige Vorbilder im Mittelalter hatten.

150 Jahre neugotische Kilianskirche

Rückschau auf eine bunte Festwoche im Sommer 2004

Von völlig unterschiedlichen Höhepunkten geprägt war die Jubiläumswoche der ev. ref. Kilianskirche Schötmar. Die Gemeinde beging das 150. Jubiläum der Einweihung ihrer Kirche durch eine Vielzahl von Veranstaltungen für die verschiedenen Zielgruppen. Insgesamt beteiligten sich ca. 2200 Besucher an den Jubiläumsveranstaltungen innerhalb der Festwoche vom 4. bis 11. Juli 2004.

Zum Auftakt erklang in einem festlichen Kirchenkonzert am 4. Juli 2004 die Krönungsmesse von W.A. Mozart . Die 400 Besucher erfreuten sich an dem von Kirchenmusikdirektor Ralf Bölting (Schötmar) in Kooperation mit Bernd Rohde, dem Kantor des Chores der luth. Kirchengemeinde Bad Salzuflen einstudierten Konzertes. Außer den für die Krönungsmesse Mozarts und die Pfingstkantate Bachs benötigten vier Solisten untertützte die Konzertvereinigung Barbara Zwanziger aus Detmold zum wiederholten Mal den aus der reformierten Gemeinde Schötmar und der luth. Gemeinde Bad Salzuflens zusammengesetzten großen Chor. Die beiden klassischen Stücke wurden unterbrochen durch eine Auftragskomposition des Kirchenmusikdirektors über Psalm 111. Moderne Elemente und die Klänge der Gregorianik bildeten in der außergewöhnlichen Komposition ein gelungenes Gegenüber und Ineinander. Den unterschiedlichen Zeitepochen der Musik entsprachen die beiden unterschiedlichen Psalmenübersetzungen von Martin Luther und Jörg Zink.
Als besondere Gäste erlebten 12 Gemeindeglieder als Besucher aus der Partnergemeinde Axien (Elbe) die Auftaktveranstaltung am Sonntagabend. Am Samstagabend waren sie im Rahmen eines Empfangs in der Begegnungsstätte von den drei Pfarrern begrüßt worden. Am Sonntagmorgen beteiligten sie sich an dem Open-Air Gottesdienst in Heeserheide und bei anschließenden Kirchengrillen.

Als nächsten Höhepunkt der Jubiläumswoche hatten die Pastoren des Ortskonvents für den 7. Juli kurzfristig einen ökumenischen Seniorennachmittag organisiert. Die Pastoren T. Rosenau (ev.-luth. Trinitatiskirche) M. Honermeyer (2. ref. Pfarrbezirk, Am Ziegelhofe) und D. Stock von der kath. Pfarrkirche St. Kilian waren mit ihren üblicherweise zeitgleich tagenden Mittwochsgruppen zum Julitreffpunkt Gemeindehaus an den Kirchplatz gekommen. Pfr. Detlef Stock berichtete nach dem gemeinsamen Kaffee vor gut 100 Zuhörern über seine Reise nach Irland auf den Spuren von St. Kilian. Schötmar sei die einzige Stadt Deutschlands mit zwei Kilianskirchen und gleichzeitig davon nach Exter die nördlichste Stadt, was auf eine sehr frühe Christianisierung um 800 n.Chr. schließen läßt. Am 11./12 September 2004 feierte übrigens die kath. Pfarrkirche St. Kilian ihr 50 jähriges Bestehen.

Am Abend des 7. Juli füllte sich das Gemeindehaus "Am Kirchplatz" erneut mit ca. 100 Besuchern als Pfr. i.R. Dr. Dieter Wiele einen interessanten historischen Vortrag über die weiteren Details der Geschichte der Kilianskirche hielt. Gespickt mit einigen netten Anekdoten über Pfarrer, Küster und Kirchenmusiker wußte Wiele in seiner gekonnten netten Art den Gästen einen sowohl informativen, wie auch unterhaltsamen Abend zu bereiten. Die Kantorei wirkte an der Gestaltung des Abends mit und lockerte durch ihre Beiträge das Vortragsprogramm etwas auf.

Für Donnerstag, den 8. Juli, den Kilianstag waren die beiden Grundschulen Schötmars mit ihren 400 Kindern zur Kindergeburtstagsfeier eingeladen. Pfr. A. Gronemeier moderierte die Veranstaltung zu der alle Kinder Schötmars in die Kirche eingeladen waren. Zu Gast war der Zippi-Papa (Pfr. Helge Seekamp, Lemgo) mit seinen Puppen Zippi, Roland und dem Professor. Der Zippi-Papa brachte die Puppen miteinander ins Gespräch und unterhielt sich mit ihnen über wesentliche Lebensfragen, wie Streit und Neid unter Geschwistern, Hassgefühle, Angeberei und Lebenszweifel. Gleichzeitig wurde den Grundschulkindern so auf heiter besinnliche Weise der Zweck der Kirche und das Besondere dieses Gebäudes erläutert. Das Programm wurde durch Mitmachlieder aus dem Programm von "KircheUnterwegs" aufgelockert. Mit einem weiteren Geburtstagskind untersuchte Pfr. Honermeyer die genauen Maße der Kirche und Kirchenmusikdirektor Ralf Bölting trug durch seine frei improvisierten Klänge auf Zuruf sehr viel zum Staunen der Kinder über die Orgel bei.

Am Freitag, den 9. Juli gab es dann ein sehr gut frequentiertes christliches Rockkonzert mit Judy Bailey und Band. Von weit her waren die Besucher angereist um Judy Bailey live in Schötmar zu erleben. Die knapp 500 überwiegend jugendlichen Zuhörer hielt es nicht lange in den Kirchenbänken, als Judy Bailey gleich zu Beginn alle Besucher zum Mitmachen einludt. Das trotz einiger Verspätung begonnene Live-Konzert mit der Künstlerin trug viel bei zur positiven Grundstimmung bei, mit der die ref. Kilianskirche trotz ständiger Regengefahr ihre Festwoche feierte.

Im Festgottesdienst am Sonntag, den 11. Juli begrüßte Pfr. Gronemeier, den Kirchenrat Andreas Christian Tübler vom Landeskirchenamt. Tübler predigte über das Netzeauswerfen auf "sein Wort hin" und wünschte der Gemeinde alles Gute für diesen Dienst. Superintendentin Christiane Nolting gratulierte der Kirche im 150 Jubiläumsjahr mit dem 150.Psalm. Pfr. Andreas Gronemeier bedankte sich im Rahmen des Gottesdienstes bei den zuletzt am Bau beschäftigten Handwerkern und verabschiedete die Gemeindepraktikantin Nina Trzynski, die mit den Konfirmanden einen Tanz zum Schiff, das sich Gemeinde nennt, eingeübt hat. Die drei Pastöre sangen es dazu mit der Begleitung von Kirchenmusikdirektor Ralf Bölting.

Im Rahmen des anschließenden Gemeindefestes im Brunnenhof der Begegnungsstätte gab es dann Beiträge der Kantorei, des Gitarrenkreises, einer Volkstanzgruppe aus Leopoldshöhe und der Gemeindeband "Unlimited". Für das leibliche Wohl sorgten die Feuerwehr Retzen mit ihrer Gulaschkanone, die Ehrser Bistrofrauen mit einem Pickertstand und die eifrigen Kuchenspender in der Kaffeestube. Die Schützen um den Kirchenältesten und Obersten Hans Grefe übernahmen den Gestränkeausschank und der CVJM hatte im Kellerbistro eine Bar für den Ausschank alkoholfreier Coctails eingerichtet. Umweltfreundlich spülten Kirchenälteste das Geschirr im Geschirrmobil und reduzierten so die Abfallberge, die bei ähnlichen Festivitäten immer wieder anfallen. Rund um die Kirche organisierten jugendliche Mitarbeiter einen Spieleparcours für die Kinder, die anschließend entsprechend ihren Ergebnissen prämiert wurden. Bange Augen verfolgten bis zum Schluß das Aufziehen dunkler Wetterwolken. Wenige Minuten nach Abschluß der Aufräumarbeiten zum Abschluß gab es dann noch einen kurzen Regenguß, der der Feierfreude aber keinen Abbruch mehr tun konnte. "Ein gelungenes Fest", so lautete das Fazit.

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