Konfirmation

Eine allgemeine Information zum Thema

Hier erhalten Sie eine erste Information zum Thema "Konfirmation". Was ist unser Verständnis von Konfirmation? Wie läuft der kirchliche Unterricht (KU) zur Vorbereitung auf die Konfirmation? Was ist der übliche Ablauf der Zeit des KU? Wo finde ich einen Konfirmationsspruch?

Weitere ausführliche theologische Infos - auch für die Fachleute- gibt es in der neuen "Reformierten Liturgie", die seit Beginn des Kirchenjahres 2000 in den reformierten Gemeinden in Deutschland im Gebrauch ist. Da sie außerhalb der reformierten Kirchen erst wenigen bekannt ist, weisen wir empfehlend auf dieses ausgezeichnete Buch hin. In den meisten anderen evangelischen Kirchen wurde zeitgleich das "Evangelische Kirchenbuch" eingeführt.

Info
Mit Beginn der 7. Klasse beginnt der kirchliche Unterricht (KU), der die Jugendlichen für die Konfirmation vorbereitet. (In Schötmar und einigen Salzufler Nachbargemeinden beginnt der Unterricht aus pädagogischen Gründen auch schon manchmal ab Klasse 6)
Der kirchliche Unterricht wird in der Regel für 60 Minuten an einem Dienstagnachmittag erteilt. In einem Bezirk gibt es im zweiten Jahr alternativ den monatlichen Samstagsunterricht. Die Schulen haben sich darauf eingestellt und achten bei der Vergabe von Hausaufgaben auf diese Termine. Hinzu kommen einzelne Samstage für Projekte, Exkursionen und ein oder zwei Wochenendseminare im Laufe der zwei Unterrichtsjahre. Zur Teilnahme wird den Schülern auf Antrag der Eltern schulfrei erteilt. Bis zu sieben schulfreie Tage soll es laut Vereinbarung mit dem Kultusminister im Laufe der Zeit des KU geben können. Dieses Kontingent wird aber so gut wie nie in Anspruch genommen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen des KU ist verbindlich. Als Unterrichtsmaterial ist neben der aktuellen "Lutherbibel" und dem "Evangelischen Gesangbuch" auch eine Materialsammlung im Gebrauch, in der die wichtigsten Themen jugendgerecht dargestellt sind.

Den Jugendlichen soll es Freunde machen im kirchlichen Unterricht Gemeinschaft zu erleben. Die Themen des Glaubens und Lebens werden darum methodisch miteinander verknüpft. Die wichtigsten Bibel-, Lied- und Katechismustexte werden im Rahmen des Unterrichts immer noch auswendig gelernt, denn Inhalte und Formulierungen sollen ja auf Dauer ja präsent bleiben. Der Umfang des Lernstoffs wurde in den letzten Jahren aber erheblich reduziert, weil es heutzutage nicht mehr auf stures Auswendiglernen, sondern eher auf "inwendiges" Lernen ankommt. Die Jugendlichen sollen lernen mit den Themen und Texten des Glaubens selbsständig umzugehen.

Konfirmation heißt "Befestigung im Glauben", aber oftmals werden im Konfirmandenunterricht gerade erst wichtigste Grundlagen gelegt, denn die Voraussetzungen, die die Jugendlichen heute mitbringen, sind oft sehr unterschiedlich. Die regelmäßige Beteiligung an den Gottesdiensten und Festen der Gemeinde ist dabei ein wichtiger Bestandteil, damit sich die Konfirmanden in den Gottesdiensten nicht mehr so fremd vorkommen, sondern Gottesdienst und Liturgie immer besser verstehen und in ihrem Sinn auch mitgestalten können.

Im Laufe der Unterrichtszeit bereiten die Jugendlichen darum immer wieder einzelne Gottesdienste bzw. Teile daraus vor. Am Ende des ersten Unterrichtsjahres steht die Taufe der noch nicht getauften Katechumenen an, die auf diese Weise das zweite Jahr für sich als echte "Befestigungszeit" erleben können. Diese Aufwertung der Taufe mit einem eigenen von der Konfirmation weit genug entfernten Fest verhindert die Abwertung der noch nicht getauften Jugendlichen u.E. am besten. Die Taufe hat in solchen Situationen eine größere Chance als "Glaubenstaufe", d.h. als Bekräftigungssakrament des entstehenden Glaubens erlebt zu werden, wie es die Bekenntnisschrift der reformierten Kirche, der Heidelberger Katechismus formuliert.

Auf ähnliche Weise wird dann später auch das Abendmahl eingeführt als Gottes pädagogische Mittel mit dem er unsern schwachen Glauben stärken will. Die rechtzeitige Zulassung zum Abendmahl und die wiederholte Feier schon vor der Konfirmation unterstreicht diesen Zweck, daß die Jugendlichen schon im Laufe ihrer KU-Zeit einen eigenen Bezug zum Abendmahl entwickeln. Die Abendmahlsfeier am Konfirmationssonntag ist dann später nichts außergemwöhnliches mehr, sondern wird von vielen als eine Feier erlebt, in der wirklich der gewachsene Glaube gestärkt wird. So werden die Jugendlichen im optimalen Fall dann im Glauben gefestigt, was der ursprünglichen Bedeutung der "Konfirmation" wieder nahe kommt.

Pfr. Matthias Schmidt

Weitere ausführliche theologische Infos - auch für die Fachleute- gibt es in der neuen "Reformierten Liturgie", die seit Beginn des Kirchenjahres 2000 in den reformierten Gemeinden in Deutschland im Gebrauch ist. Da sie außerhalb der reformierten Kirchen erst wenigen bekannt ist, weisen wir empfehlend auf dieses ausgezeichnete Buch hin. In den meisten anderen evangelischen Kirchen wurde zeitgleich das "Evangelische Kirchenbuch" eingeführt.

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